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Das
"Buch der Wandlungen" (I Ging oder I-ching) ist das älteste
Buch Chinas - und zugleich eines der aktuellsten. Seine Lebensweisheit
berührt unendlich viele Menschen, seine nicht-kausale,
strukturalistische Denkform hat Künstler und Philosophen in Ost und
West beeinflusst.
Das
Faszinierende an diesem Buch: Es beantwortet uns auf die entscheidende
Frage "Was soll ich tun?". Als Orakel befragt (mittels Schafgarbenstängel
oder Münzen), gibt es vor, wie man in konkreten Situationen handeln
soll. Das I Ging sagt nicht eine fest determinierte Zukunft voraus. Es
zeigt dem Fragenden, bildhaft verschlüsselt, die Gegenwart und auch die
Richtung in der sie tendiert: eben den Wandel.
In den
64 Hexagrammen oder "Bildern" baut sich eine geniale
Weltformel auf. Einerseits ein sorgfältig ausgewähltes, geschlossenes
Kategoriensystem; andererseits, der Versuch, die Welt noch in ihrer
atmenden Bewegung zu erfassen.
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